Skandia Sail for Gold Regatta<br/>Kathrin Kadelbach/Friederike Belcher und Jan Jasper Wagner/Tobias Bolduan mit tollem Ergebnis

@jpolgar und skandiasailforgoldregatta.co.uk

Die 2011 Skandia Sail for Gold Regatta wurde in Weymouth und in der “Portland National Sailing Academy” in Dorset/GB ausgetragen und war die sechste Veranstaltung der 2010-11 Tour des ISAF Sailing World Cups.

Während die “Skandia Sail for Gold Regatta” ein verhältnismäßig neues Event ist, werden sich viele Leute noch an die extrem erfolgreiche und sehr populäre “Weymouth Olympic Week“ erinnern, die zwischen 1972 und 1988 stattfand. Auch seinerzeit schon galt es, für alle olympisch ambitionierten Seglerinnen und Segler auf höchstem Niveau ihren Leistungsstand zu testen.

Mit über 1.000 Teilnehmern wurde ein Rekord an Meldungen verzeichnet – kein Wunder, ist das Revier doch der Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe nächste Jahr. Viele Nationen betrachteten diese Regatta als eine ihrer Qualifikationsserien für Olympia 2012.

Auch für die deutschen Teilnehmer war das so. Der Nominierungsweg beinhaltet den Nachweis der so genannten Endkampfchance. Dabei werden alle internationalen und nationalen Teilnehmer bei den drei Regattaserien in Weymouth, der Kieler Woche und der Weltmeisterschaft Ende des Jahres 2011 in Perth in einer speziellen DSV-Wertung erfasst. Jeder deutsche Teilnehmer, der dabei unter den besten zehn Nationen platziert ist und mindestens 6 Punkte bei einer der drei genannten Regatten ersegelt hat, hat die erforderliche DOSB-Norm erfüllt. Da in der Szene davon  ausgegangen wird, dass besonders zur Kieler Woche ein deutlich schwächeres Feld als bei den übrigen Serien zu erwarten ist, sollte die Qualifikation kein großes Problem sein. Insofern geht es für die Athleten jetzt schon viel mehr darum, den direkten nationalen Konkurrenten hinter sich zu lassen, als mit hohem Risiko in die internationale Spitze vorzudringen.
(Quelle: www.segelreporter.com)

Aus VSaW-Sicht hatten wir einige Teilnehmer dabei, die sich aussichtsreich um die ‚Fahrkarten’ bewerben.

Der erste Wettfahrttag wurde mit viel Warten verbracht. Je weiter auf See - desto weniger Wind; nur in Küstennähe herrschte in wenig Thermik, die segelbare Bedingungen zuließ.

Am zweiten Tag versuchten die Wettfahrtleitungen, das am Vortag 'verlorene' Programm wieder aufzuholen – mit Erfolg.

Die Bedingungen am dritten Tag waren definitiv am oberen Ende der Machbarkeitsskala -  25kn Wind – in Böen bis 30kn. Schäden an Booten, gebrochene Masten und – was man von Kandidaten für Olympische Spiele selten sieht - Kenterungen en masse. Aber auch das gehört dazu.

Der vierte Tag war deutlich ruhiger als der Vortag. Die Mannschaften konnten sich wieder mehr auf das taktische Segeln konzentrieren als auf das ‚Überleben’.

Der für die meisten Teilnehmer abschließende fünfte Tag brachte noch einmal die ganze Palette des wettermäßig Möglichen - wenig Wind, viel Wind, Sonne und zum Abend Regen.

In der Laser-Klasse beendete Malte Kamrath die Serie auf dem 21. Platz bei 124 Meldungen.

Bei den 41 Staren lagen Robert Stanjek/Frithjof Kleen nach den 10 Wettfahrten auf Rang 19; Johannes Polgar/Markus Koy auf 26.

Die 470er: 46 Boote bei den Damen und 77 bei den Herren.  Bei den Damen hatten Kathrin Kadelbach/Friederike Belcher als 10. als einzige VSaW-Mannschaft das Medal-Race erreicht. Annika Bochmann/Anika Lorenz wurden 32. und Victoria Jurczok/Josephine Bach 35.; Herren: Jan Jasper Wagner/Tobias Bolduan schloßen die Serie als 14. ab, Daniel Zepuntke/Dustin Baldewein als 32. und Morton Bogacki/Jens Steinborn als 35.

Das Medal-Race wurde am Samstag gesegelt. Kathrin und Friederike konnten sich noch um einen Platz auf den gesamt 9. verbessern und haben damit eine exzellente Ausgangsposition für die nächste Quali-Serie. Das wird wie beschrieben die Kieler Woche sein. Aber auch Jan und Tobias haben mit ihrem Ergebnis bereits 6 Punkte auf dem Quali-Konto und können entspannt nach Kiel fahren.

Die Ergebnisse der einzelnen Klassen

... und <media 1063>ein Bericht</media> aus erster Hand von Friederike