Dieser Newsletter wurde am  7. Januar 2019 versendet.

Seglerhaus-Konzert 2019

Am kommenden Sonntag, 13. Januar 2019 um 18:00 Uhr, steigt das diesjährige Seglerhaus-Konzert.

Solisten des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin spielen im Großen Saal Werke alter Meister.

Über Einzelheiten informieren Sie sich bitte HIER.

Olaf Wilhelmer vom Deutschlandfunk Kultur, der wieder durch das Programm führen wird, schreibt zur Einstimmung auf das Kammerkonzert:
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Nach der großen Liebe klingt es nicht: „zu fuß ist es überall zu weit – oder zu kothicht, den in Paris ist ein unbeschreiblicher dreck.“ Und überhaupt: „die franzosen haben lang nicht mehr so viell Politesse, als vor 15 jahren. sie gränzen izt starck an die grobheit. und hofärtig sind sie abscheülich.“ Trotzdem war Frankreichs Hauptstadt für den Verfasser dieser Zeilen – Wolfgang Amadeus Mozart – eine markante Station. Wichtig genug jedenfalls, um sich dem favorisierten Instrumentenpaar der französischen Musik zu widmen und ein Konzert für Flöte, Harfe und Orchester zu schreiben.

Und dann kam die Guillotine – übrigens die Konstruktion eines Instrumentenbauers, der sich dank Harfe und Klavier mit der Leistungsfähigkeit von Holzrahmen auskannte. Doch egal, ob in Paris Marie-Antoinette, Kaiserin Eugénie oder mutige Republikanerinnen den Ton angaben: Flöte und Harfe gehörten in Frankreich dazu wie sonst das Baguette unterm Arm oder die Gauloises im Mundwinkel. Sie blieben auch in der Moderne en vogue, verkörperten mit ihren Schutzgöttern Dionysos und Apollo die Grundlagen der Musik, geliebt von modernen Klassikern wie Claude Debussy und Maurice Ravel, bewundert von André Jolivet als Hohepriester musikalischer Beschwörungskünste ebenso wie von Albert Roussel, der das in die Tat umsetzte, wovon Debussy nur träumen konnte: Er fuhr zur See, ohne den Hafen der Musik aus den Augen zu verlieren.

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Wir wünschen viel Vergnügen mit diesen fantastischen Interpreten.

Erinnerung

Und denken Sie bitte an unseren ersten Vortragsabend in diesem Jahr ...
... übermorgen, am 9. Januar 2019 um 19:00 Uhr.

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Harald Koglin
7. Januar 2019