29er

Zweifellos ist die Konstruktion von Julian Bethwaite eine der aktuell erfolgreichsten Klassen weltweit. Der 29er wird derzeit in über 40 Ländern gesegelt und ist in etlichen führenden Segelnationen Jugendklasse. Vor einigen Jahren beschloss das zuständige Gremium der ISAF, die ISAF Youth Worlds in einer weiteren Bootsklasse auszusegeln, und integrierte den 29er in der neuen Disziplin „Skiff Open.“ Schon 2007 in Kanada und 2009 in Dänemark hatte das Boot nach Testläufen seine Wettbewerbsfähigkeit bewiesen und sich neben dem 420er als weitere „Zweihand-Klasse“ bewährt.

Inzwischen gibt es fünf Lizenzhersteller weltweit, und alle Fachleute attestieren dem 29er ein riesiges Motivations- und Lernpotenzial. Entscheidender Faktor für die positive Entwicklung begabter Nachwuchssegler. Und der Erfolg des kleinen Skiffs ist nicht ausschließlich an der Rolle als "olympisches Aufsteigerboot" in den 49er festzumachen. Der 29er ist vielmehr die konsequenteste Entwicklung eines Jugend-Skiffs, steht für modernes Jollensegeln und ist zeitgemäße Interpretation jugendlicher Segelwünsche. Optimal lassen sich mit dem 29er innovative Wettbewerbsformate umsetzen, auf kurzen, aber aggressiv gesegelten Up-and-down Kursen können die Skiffs ihr gesamtes Leistungspotenzial zeigen.

This is the future,“ schrieb Russell Coutts vor Jahren auf eine 29er Widmung und das bezog sich nicht ausschließlich auf den sportlichen Werdegang des 4,45 Meter langen Skiffs. Denn nach dem Opti sollten Heranwachsende ein Zweihandboot segeln, um die Teamfähigkeit zu schulen. Die ist auch in anderen Bootsklassen erlernbar. Haben sich aber die Jugendlichen für Segeln als Leistungssport entschieden, ist der 29er erste Wahl. Das gründet sich u.a. auf die Bauqualität und Langlebigkeit des Bootes, sowie einer national und international starken Lobby, die wichtiges Instrument einer langfristig angelegten sportlichen Entwicklung sein kann. Zweifellos ist der 29er kein „Allheilmittel“ für alle Probleme der seglerischen Jugendausbildung, doch die Klasse bringt beste Voraussetzungen mit, um Heranwachsende über die Optizeit hinaus für den Segelsport zu begeistern.

Quelle: 29er Klassenvereinigung

420er

Der 420er wurde 1959 von Christian Maury entworfen und das erste Mal als Prototyp gesegelt. 1960 ging er in Produktion, und es gab bereits im ersten Jahr 2500 registrierte Boote. Heute sind es weltweit mehr als 50000. Früher wurde der 420er hauptsächlich von Erwachsenen gesegelt, was sich aber mit der Einführung des Spinnakers und des Trapezes 1971 schlagartig änderte. Durch die Annerkennung des 420ers der IYRU (heute ISAF) in Jahr 1971 erhöhten die Popularität des 420ers noch einmal, was auch bewirkte, dass die Preise für ein Regatta-taugliches Boot immer höher wurden. So kostete ein 420er 1971 noch ca. 3200 DM (ungefähr ein Viertel vom heutigen Preis). Die Klassenvereinigung der 420er heißt UNIQUA. Sie bringt vierteljährlich eine Zeitschrift namens ECHO heraus, in der man die neusten Infos rund um den 420er erfahren kann. Ein weiterer Pluspunkt für den 420er ist, dass seine Klassenvorschriften sehr oft erneuert werden, so dass der Vierzwo sich immer mit anderen Regattajollen messen kann, da er ihnen in Nichts nachsteht.

Klassenvereinigung: www.uniqua.de

Laser

Der Laser wurde 1971 von Bruce Kirby konstruiert und verbreitete sich sehr rasch auf der ganzen Welt, so dass die Zahl der Laser weltweit bei über 160000 liegt. Der Laser ist außerdem eine olympische Klasse. Ein Vorteil bei den Lasern ist, dass der Laser ein Einheits-Boot ist.(Segel und Rumpf sind bei jedem Boot gleich) 1998 wurde dann der Laser Radial eingeführt, der statt 7,06 nur 5,76m³ Segelfläche hat. Der Laser Radial ist hauptsächlich für den Einsatz von Jugendlichen gedacht, die den Standard Laser aufgrund von Gewicht und Größe noch nicht beherrschen können.
Der Umstieg von Radial auf Standard ist sehr kostengünstig, da nur das Mastunterteil und das Segel auszutauschen sind.

Weitere Infos - bei der Klassenvereinigung der Laser (DLAS): www.laserklasse.de

Optimist

Der Optimist ist mit rund 160.000 Optis weltweit eine der verbreitetesten Jugendklassen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der Opti durch seine leichte Bedienbarkeit und hohe Sicherheit ein ideales Einsteigerboot für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre ist. Segeln kann jeder den Optimisten, der den Jüngstenschein besitzt. Dies ist der erste Segelschein, den man machen kann. Voraussetzung für den Jüngstenschein ist nur der Freischwimmer und das Bestehen von theoretischer und praktischer Prüfung. Dies sollte allerdings kein Problem sein, da es in vielen Vereinen (natürlich auch im VSaW) Anfängerkurse gibt, mit denen den Kindern der Einstieg leicht gemacht wird. Die Klassenvereinigung der Optis -DODV- hat konstant ca. 1400 Mitglieder, und es werden eine ganze Menge Opti-Regatten angeboten. Bei den Regatten wird zwischen zwei Gruppen unterschieden: Opti A und Opti B. Wenn man neu im Opti ist, startet man in "B". Man kann sich aber durch das Sammeln von Punkten in Regatten für "A" qualifizieren. In Opti A gibt es dann auch eine Internatinale Deutsche Jüngstenmeisterschaft, sowie eine EM und WM.

Klassenvereinigung: www.optimist-segeln.de